InspirationNosferatu

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Inspirationen für Nosferatu #


Spieltest: Merkwürdige Sabbereien #


Das Testobjekt:
Ein Nosferatu, ein mit Wackelpudding und Vanillesoße gefüllter Latexhandschuh, abgedichtet mit einer Mullbinde und überzogen mit einer Elastikstrumpfhose (für ein natürlicheres "Hautbild").

Das Ergebnis:
Überaus widerlich. Selbst mit dem Wissen, dass es sich um Wackelpudding handelt, ist das Ablecken oder ein "tropfiges" Händeschütteln dem Ekelbild eines Nosferatu überaus zuträglich. Leider färbt der Wackelpudding durch die Einwirkzeit der Lebensmittelfarbe Haut und Nägel an.
Der Running Gag: "Ich glaub', du tropfst."


Auszug aus Karen Marie Moning - Im Reich des Vampirs, Ullstein Verlag, Nr. 104065 (2) #


Mit Auslassungen, nichts für schwache Mägen und eingestellt am 26.07.2009
Bei den Szenen handelt es sich um eine Art Kampf gegen etwas, das einem Nosferatu sehr ähnelt, allerdings aus einem anderen Kontext stammt.

Kapitel 15, Seite 268f #
[...]
Genau genommen, das, was ich berührte, war nicht ... ganz stabil.
Mit fünf Jahren hatte ich ein totes Kaninchen in meinem Spielhaus gefunden. Ich vermute, es hatte den Ausgang nicht mehr gefunden und war verhungert. Es war Frühling, also noch nicht sehr heiß, und das Tier zeigte keine Spuren von Verwesung - zumindest nicht auf der sichtbaren Seite.
Es sah so hübsch aus, wie es auf meiner Decke lag - das seidige Fell, der buschige Schwanz und das rosa Näschen. Ich dachte, es würde schlafen, und wollte es hochheben, um es meiner Mom zu zeigen und zu fragen, ob ich es behalten durfte. Meine kleinen Hände drangen tief in den Kadaver ein, in gelbliches schmieriges Fleisch.
Ich hatte gehofft, nie wieder so etwas zu riechen oder zu fühlen.
Aber jetzt roch ich und fühlte es.
Meine linke Hand glitt durch das Fleisch in den Bauch meines Widersachers.
[...]

Kapitel 16, Seite 273ff #
[...]
Es hob eine Hand und schob die Kapuze zurück.
Ich schreckte zurück. Ich war so entsetzt, dass es mir die Sprache verschlug. Ich suchte in dem Gesicht nach etwas Bekanntem. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich es in den Augen sah.
Es waren tote, gelbe unmenschliche Augen.
[...] Der Vampir war nicht tot.
Sein Zustand war grauenvoller als der Tod.
[...] Ich richtete den Blick wieder auf die gelben Augen und versuchte, etwas zu sagen, brachte aber kein Wort heraus.
Das einst trotz der unnatürlichen Blässe hübsche Gesicht war vollkommen entstellt.
[...] An manchen Stellen war sein Gesicht noch marmorweiß und schön, andere waren von leprösen Geschwüren zerfressen. Eine schwarze Ader verlief über seine rechte Wange und das Kinn bis zum Hals; die nässende Wunde über dem linken Auge schimmerte grau, das Kinn und die Unterlippe bestanden aus faulig feuchten, eitrigem Fleisch. Es war schauerlich. Trotzdem konnte ich den Blick nicht abwenden. Sein langes blondes Haar war ausgefallen - den aufgeblähten Schädel durchsetzte ein Gespinst aus dünnen schwarzen Adern.
Jetzt war mir klar, warum meine Hand in seinen Bauch eingesunken war - nicht nur sein Kopf, sondern auch der Körper war teilweise verfault. Das erklärte seinen eigenartigen Gang und die undeutliche Aussprache.
[...]
„Sieh mich an“, forderte er, seine gelben Augen wie zwei brennende Laternen in dem missgestalteten Schädel. „Betrachte mich genau. Schon bald wird dein Gesicht genauso sein. Wir werden vertraut miteinander, sehr vertraut. Wir werden gemeinsam sterben.“ Seine Augen wurden zu schmalen Schlitzen. „Weißt du, was das Schlimmste ist?“ Er wartete nicht auf eine Antwort. „Anfangs denkt man, man beobachtet, wie sich Teile von einem infizieren. Man starrt in den Spiegel, stochert mit dem Finger in die weichen Stellen des eigenen Fleisches. Man fragt sich, ob man den Brei herauskratzen oder in Ruhe lassen soll. Bandagieren. Ein wenig später wird einem klar, dass die Wange, das Ohr oder die Stellen am Bauch nicht mehr heilen werden. Man verliert sich stückweise. Erst glaubt man, man könne damit leben, doch dann verliert man das nächste Stück und das nächste, und das Schrecklichste ist nicht der Morgen, wenn man aufwacht und entdeckt, dass wieder ein Teil abgestorben ist, sondern die Nächte, wenn man wach liegt und Angst vor dem hat, was man am Morgen vorfindet. Ist es die Hand? Ein Auge? Wird man blind, bevor man stirbt? Ist es die Zunge? Mein Schwanz? Meine Hoden? Nicht die Realität vernichtet einen, sondern die Möglichkeiten. Das Warten, die Stunden, die man wach liegt und überlegt, was auf einen zukommen wird. Nicht der Schmerz des Augenblicks, sondern das Erwarten des Schmerzes.
Nicht das Sterben selbst - das wäre eine Erlösung -, sondern die Verzweiflung, weil man am Leben bleiben muss, der dämliche, verdammte Zwang, sich weiterzuschleppen, obwohl man die Kreatur, die aus einem geworden ist, längst hasst und es nicht mehr ertragen kann, sich selbst anzusehen. Du wirst dasselbe fühlen, bevor ich mit dir durch bin.“ Seine verfaulten, einst wohlgeformten, rosigen, festen Lippen entblößten die Fänge. „Sieh mich an. [...]

[...] Ich habe sie [seine Anhänger] mehr berauscht, als es jede Droge vermag, und tanzte mit ihnen in den Tod. Ich habe ihnen die Kehle aufgerissen und ihr Blut getrunken, [...]. Wird für mich niemand dasselbe tun? Wird niemand mit mir in die Dunkelheit tanzen?“
[...] „Denk darüber nach, hübsches Miststück“, rief er über die Schulter, „dass deine Schönheit bald dahin sein wird. Denk an das Aufwachen am Morgen und die Schrecken, die dich jeden Tag erwarten. Versuch zu schlafen. Rätsele, was dich wecken wird. Träume. Das ist alles, was dir jetzt noch bleibt. Deine Realität gehört mir. Willkommen in meiner.“
[...]

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